atelier.

August 23rd, 2009 § 0

vom lichtdurchfluteten raum korellieren zwei vorstellungen in meinem kopf.
die erste stammt aus kästners doppeltem lottchen: ein großer, hoher raum,
der komponist sitzt darin, später dann tauscht er mit dem maler, das atelier wird seiner eigentlichen bestimmung zugeführt, sozusagen,
der maler im lichtdurchfluteten raum.
und dann die zweite vorstellung, alle echten ateliers, von bildhauern, malern, bildhauerinnen und malerinnen, so viele sah ich, all die freunde und bekannten meiner mutter; auch ihr eigenes atelier, ein kellerraum, eigentlich, aber hell, ja lichtdurchflutet. und all diese ateliers, so unterschiedlich, so bunt, manche voller, andere leerer, manche ständig genutzt, andere sporadisch, haben eines gemeinsam: die abblätternde weiße farbe am fensterrahmen.

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später möchte ich auch einmal so ein atelier haben, mit ablätternder weißer farbe am fensterrahmen.

welchen raum für worte —

August 4th, 2009 § 4

ich schreibe listen;
welche bücher will ich mitnehmen, für das jahr?
ich liste auf – das tagebuch, das notizbuch (das neue und das alte), das filmtagebuch, das reisetagebuch, das buchstellennotizbuch, das gedichtenotizbuch, das schreibbuch, das andere schreibbuch, den skizzenblock.
zehn an der zahl;
ich liste auf – einen gewissen erzählband, serhij zhadan – depeche mode, alfred döblin – berlin alexanderplatz, julio cortázar – passatwinde.
vier mal vollendete worte.
ich nehme mir vor: es dürfen am ende nicht mehr als zehn bücher, also schon geschriebene bücher, im koffer sein.
nehme ich wirklich
zwanzig bücher mit? allein, welches sollte ich zurücklassen?
und wer braucht schon kleidung?

(ich stelle mir vor, wie es wäre, wenn ich auch noch die musik
auf kassetten
oder gar schallplatten
in die koffer—)