spanische Herberge.

September 26th, 2009 § 0

Ich gehe über den marché des lices, habe mein Geld für tolle Dinge ausgegeben,
für Oliven, Thymian, Tomaten – und für Brot. Ich meine: Für BROT, nicht für Baguette,
Für richtiges, dunkles Vollkornbrot.
Ich gehe an den Blumen vorbei und muss mich zügeln, nicht schon wieder welche zu kaufen,
und in meinem Kopf spielt sich eine Filmszene ab, und ich muss lachen, denn M. Klapisch bringt in l’hauberge éspagnole das Leiden aller deutschen Erasmusstudenten in diesem Satz, den der von Barnaby Metschurat gespielte Tobias von sich gibt, so sehr auf den Punkt —

It’s so hard to find real bread here!

a distant melody calling for you…

September 2nd, 2009 § 1

die musik—
ich höre unbesetzte musik, frische musik, weil die alte mich zusehr festklebt im hier, und ich bin aber doch morgen schon in einem anderen jetzt.

ich versuche, aus dem orinoco wieder ein stereo zu machen. ein mixtape zum september.

1| Tvärvägen – September
2| I Might Be Wrong – Woodpecker
3| God Is An Astronaut – All Is Violent, All Is Bright
4| Cursive – From The Hips

ich werde nicht über das große L sprechen, weil die alte musik mich vor allem auch daran festklebt, und weil worte außerdem unzureichend sind. Ich werde jetzt das mixtape hören, immer und immer wieder, ich werde mein leben in einen seemannskoffer packen, den ich nicht mehr vom fleck bewegen können werde –
und ich werde morgen um sechsuhrvierundfünfzig in den zug steigen und um vierzehnuhrzehn im anderen jetzt ankommen.