Der Rest ist Lyrik —

November 26th, 2009 § 0

Weil ich ohnehin beständig bei heinermüller und seinen Ohrwurmsätzen bin;
mehr davon, mehr, mehr, mehr.

Die Wälder brannten in EASTMAN COLOR

Landschaft mit Argonauten

Müller zur Nacht.

November 19th, 2009 § 1

Oder: Was Schalk heinermüller in den Mund legt, nein, aus dessen Bildbeschreibung ließt, darin bezüglich der (Atom)bombe sieht, dort hineininterpretiert, mit Frischs Worten aus Stiller; alternativ auch inter #2 zu nennen;

Das ist es: ich habe keine Sprache für die Wirklichkeit.

Doppelgänger IV

November 17th, 2009 § 0

Und heuer nur einen Verweis auf eine Blog-Notiz von Christoph Hochhäusler, FUNNY GAMES US von Michael Haneke betreffend; Hier nennt der eben Genannte nämlich außerdem noch eine ganze Reihe weiterer “Doppelgängerfilme”.
Die Liste liese sich natürlich noch fortsetzen, aber das… wird dann ein eigener Doppelgängereintrag, vielleicht.
Selbst habe ich einst auch Worte gesucht zu FUNNY GAMES (US und “so”), nachzulesen hier.

[bisherige Doppelgänger: Frank Mills, Veronika, Andrew Bird]

was fehlt.

November 12th, 2009 § 3

Schweigen. Stummheit.
manifest, manifest, manifest. Anmerkung, Erweiterung:

Das geht mir eben auch so, die Sehnsucht nach Sprachlosigkeit wird immer größer, je länger man die Sprache produziert. Da verstehe ich auch sehr gut, was Brecht interessiert hat an Jahnn, das war die Sehnsucht nach der Sprachlosigkeit, weil der hatte schon immer eine Formulierung, bevor er eine Erfahrung hatte.

Heiner Müller im Gespräch über eine Inszenierung von Hans Henny Jahnns Medea

(Ja, irgendwann kommen vielleicht auch wieder andere Dinge als Heinermüllerzitate. Irgendwann. Vielleicht.)

nachtragend.

November 11th, 2009 § 0

nachtragend hierzu folgendes zitat aus heinermüllers hamletmaschine:

SOLL ICH
WEILS BRAUCH IST EIN STÜCK EISEN
STECKEN IN
DAS NÄCHSTE FLEISCH ODER INS
ÜBERNÄCHSTE

(mein allererster heinermüllerohrwurm, damals.)

Donnerstags.

November 6th, 2009 § 1

Jeden Donnerstag
penetriert mich Heiner Müller
er dringt in mich ein

das Bemühen der auch sexuell konnotierten Worte
ist unerlässlich, ich fühle, dass nur sie treffend sind;
überhaupt
- notierte ich neulich (oder wollte es notieren aber vergaß —)
dass es im Leben doch letztendlich darum geht,
alles, einander zu
DURCHDRINGEN

der Rest ist der Unterschied
wem ich das gestatte
und wer sich dazu erdreistet
es ohne Einwilligung zu erreichen
(und ob er – oder es – dabei reüssiert
oder nicht)

Der Rest ist Lyrik Wer hat bessre Zähne
Das Blut oder der Stein