ad haneke.

May 21st, 2010 § 0

das sind betrachtungen, seine filme. nie aber entwicklungen.
das ist wie in zement gegossen;
der film, wie er die inhalte betrachtet.
und wenn es wirkt, dann der zuschauer – gelähmt, verstört, beeindruckt;
wie in den kinosessel zementiert.

auch die kamera, ja; so ruhig wie sie immer steht, beobachtet, unerträglich lang wird das
manchmal, oftmals, denke man nur an caché.

es ist äußerst faszinierend, wie man das schafft, allein durch den verzicht
auf opulenz, sozusagen.

aber hanekes filme sind starr. kein luftzug geht da hindurch.
wir fixieren uns an einem punkt und starren auf das, was hinter uns liegt.
hallo angelus novus.
unabhängig von den inhalten der filme sind sie am ende doch irgendwie alle immer
eine variation auf dieses benjaminsche bild.

das ja, aber immerhin: auch nicht weniger.

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